Was jetzt, Herr Berset?

| Denise Rankwiler | Schweiz
Was jetzt, Herr Berset?

Die Nationale Demenzstrategie ist ausgelaufen und wird als «Nationale Plattform Demenz» weitergeführt. Die Strategie hat zwar – vor allem Dank der höchst spannenden und kompetenten Akteure – Spuren hinterlassen, aber die volle Punktzahl erhält der Bund dafür nicht. Bleibt zu hoffen, dass die neue Plattform Schlagkraft besitzt – auch finanziell.

Ende Oktober wurden auf admin.ch die Ergebnisse der Nationalen Demenzstrategie veröffentlicht und darin verschiedene Produkte vorgestellt. Was mir jedoch auf den ersten Blick auffällt (Gratulation, Bund, zur übersichtlichen Darstellung der Produkte!) – die nicht-pflegenden Angehörigen werden wieder einmal aussen vor gelassen. Es wurden/werden zwar verschiedene Manuals erarbeitet, aber praktische Tipps für die zwischenmenschliche Interaktion sind einmal mehr kein Thema.

Zwei der drei Fragestellungen richten sich dabei durchaus auch an nicht-pflegende Angehörige:

  • Wie können Vorurteile gegenüber Menschen mit Demenz abgebaut und deren Bedürfnisse besser bekannt gemacht werden?
  • Wie können Kompetenzen für eine demenzgerechte Versorgung gestärkt werden?

Erstere Frage brachte als erstes Ergebnis die Website memo-info.ch hervor. Nette Idee, aber ihr fehlt es an Tiefgang. Der andere Lösungsvorschlag, die Veranstaltung «Living Library», existiert noch gar nicht. Der Platz für Ergebnisse aus der zweiten Fragestellung glänzt sogar mit gähnender Leere.

Lieber Herr Berset, wir von ProDemenz hätten da schon Ideen!

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