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Über Ängste sprechen

| Tabea Anderfuhren | Leben mit Demenz
Über Ängste sprechen

Demenz ist eine kognitive Erkrankung, die irreversibel ist. Die Betreuung eines erkrankten Menschen kann schön, aber auch sehr anstrengend sein. 

Hilfe anzufordern ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ermöglicht eine langfristige gut lebbare Lösung für den erkrankten Menschen und dessen Angehörige.

Wir nahmen an der Jungdesign-Messe in Winterthur teil, was eine spannende Erfahrung war. Am eindrücklichsten war, wie gross der Bedarf an Gesprächen ist. Demenz ist ein Thema, von dem unzählige Menschen direkt oder indirekt betroffen sind.

Das Gespräch mit einer Frau, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist, zeigte klar auf, wie betroffene Angehörige sich zum Teil schwertun, Hilfe anzufordern.
Der Anspruch an sich selbst, so viel an Betreuung wie möglich abzudecken, kann gross sein.

In mehreren Gesprächen wurde auch klar, wie erst in einer Situation, in der die Belastung schon zu gross ist, eine passende Institution oder Unterstützung für zu Hause versucht wird zu organisieren.

In der Schweiz gibt es demenzspezialisierte Heime, Tages- und Nachtbetreuungsangebote, Demenz-WGs etc., in denen mit viel Wissen und fachlichem Können auf die Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen eingegangen wird.

Hilfe zu erbitten ist ein Zeichen von Stärke und Reflektionsfähigkeit.

Suchen Sie das Gespräch: Mit uns, mit Alzheimervereinigungen etc.. Sprechen Sie über Ihre Ängste und Unsicherheiten. Demenz ist keine Krankheit, die man leicht durchschauen oder ganz verstehen kann. Sie kann sich stetig verändern und bringt grosse Ansprüche mit sich. Um so wichtiger ist es, dass Sie Ihre Gefühle und Ängste ernst nehmen. So werden Sie Ihrem erkrankten Angehörigen lange eine Stütze sein können und sich selbst nicht überlasten.